Nachdem der Rest unserer Truppe am Donnerstag dann auch endlich komplett eintrudelte, das Camp vollständig errichtet und ausgestattet war, kam es, wie es eigentlich kommen musste, wenn man sich am Wetterbericht der letzten Jahre orientiert: Regen vom allerfeinsten, der so stark war, dass gleich schon alles unter Wasser stand und sämtliche Wege matschig waren.
Dieser Umstand hatte für uns zur Folge, dass die Motivation, sich den Opener des Festvals, ELSTERGLANZ, anzuschauen, in den negativen Bereich sank und wir doch lieber nur vom halbwegs trockenen Pavillon aus zuhörten. Da weder Kollege Brix noch ich besonders scharf auf die verrückte Kombo aus Sachsen-Anhalt waren, war das auch gar nicht mal so schlimm. Trotz allem sollte das Lied bzw. der Ausruf „Kaputtschlaan" noch bis heute in aller Munde sein!

Auch wenn ich nunmehr seit über 15 Jahren in der Metal-Szene unterwegs bin muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich nie ein großer Fan von METALLICA war. So war der ehemalige Basser Jason Newsted mit seiner Band NEWSTED auch immer noch kein Grund für mich bzw. uns aus dem halbwegs behaglichen Pavillon rauszukommen und dem guten Mann zu huldigen. (Katha)

AGNOSTIC FRONT
Aber jetzt: Es war an der Zeit für AGNOSTIC FRONT und damit auch für uns endlich ein Grund, die lahmen Ärsche Richtung Bühne zu bewegen. Und das hat sich auch letztendlich gelohnt: Die Setlist ist zwar seit Jahren die Gleiche, aber zu Schoten wie "Dead To Me", "For My Family", "Crucified", "Friend or Foe" und natürlich "Gotta Go" geht das WFF seit Jahren steil - abschliessend noch "Blitzkrieg Bop" durch den Äther gejagt und alle sind zufrieden! Mehr gibts zu den New Yorkern Urvätern eigentlich nicht mehr zu sagen. (Brix)

HATEBREED
Gegen 21 Uhr enterte der Co-Headliner HATEBREED die Bühne und langsam aber sicher war auch der Platz davor ordentlich gefüllt. Die Liedauswah, die alte Hits und auch neue Songs abdeckte, war auf jeden Fall ordentlich und die schlammbraune Menschenmenge vor der Bühne feierte die Jungs um Jamey Jasta ab, als gäbe es kein Morgen. Ein wirklich gelungener Auftritt der Amis und für mich ein toller Einstieg in das Jubiläumsfestival. Dies war definitiv einer der besten oder besseren Auftritte in der letzten Zeit, allerdings muss ich gestehen, dass mir nach wie vor das gewisse Etwas bei den Auftritten fehlt. Wo ist Jamey´s knackige und aggressive Art hin? Wo bleibt der Energieschub? Klingt jetzt alles viel schlimmer, als es in der Tat war. Bloß war HATEBREED für mich immer ein absoluter Garant für Power und Energie, seit geraumer Zeit kommt es mir immer öfters so vor, als sei hier die Luft raus. Nichts desto trotz, das Publikum ging ordentlich ab. Es waren die ersten Circle Pits und Crowd-Surfer des Festivals zu sehen, weiter so!

Setlist:
Dead Men Breathing
Indivisible
In Ashes
Last Breath
Never Let It Die
Perseverance
As Diehard As They Come
Proven
To The Threshold
Defeatist
Put It To The Torch
This Is Now
I Will Be Heard
Live For This
Destroy Everything

Und das war´s für mich dann auch schon wieder. Nach meinen SLAYER-Trauma vor etwa 10 Jahren verzog ich mich für die ersten Lieder auf die Presse-Tribüne und stellte wieder einmal fest, dass SLAYER bei mir keinen Stein im Brett haben. Das trockene Pressezelt sollte ab hier für die restliche Nacht mein Unterschlupf sein. (Katha)

SLAYER
Nun ja, ich kann meine geschätzte Kollegin in dieser Hinsicht aber auch gut verstehen. Die Thrash-Urgesteine reissen auch mich seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr vom Hocker. Dennoch konnte man gespannt sein, wie die Lücken, die Jeff Hannemann (R.I.P.) und (mal wieder) Dave Lamboardo gerissen haben, durch Gary Holt und (mal wieder) Paul Bostaph gefüllt werden konnten.
Sagen wir´s mal so: Ich habe SLAYER schon in weitaus schlechterer Verfassung gesehen. Die Setlist ist nach wie vor mit vielen Klassikern ("War Ensemble", "Seasons In The Abyss", "The Antichrist" sowie "Dead Skin Mask" und natürlich "Angel Of Death" in der Zugabe) gespickt und lässt den Mob vor der Bühne kollektiv die Matte schütteln. Wirklich "brauchen" tu ich das dennoch nicht mehr...
Foto

So ging auch schon der erste Festivaltag seinem Ende zu, mit ein paar Kaltgetränken im Pressezelt liessen wir den Abend gemächlich ausklingen - schliesslich ging es ja auch erst am Freitag so richtig los! (Brix)

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