20150203 QueenMontrealSmallNach wie vor bin ich ein riesiger Fan von Konzertvorstellungen in Kinos. Die UCI-Kinowelt-Kette hat sich für die aktuelle QUEEN-Tour wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen und zeigte landesweit den Livemitschnitt „Queen Rock Montreal" aus dem Jahre 1981, der von Eagle Vision 2007 veröffentlicht wurde. Eine wirklich gute Sache, die dieses Mal aber nicht ganz so perfekt wie sonst gelungen ist.

QUEEN sind für mich auch 2015 nach wie vor eine der besten Bands der Musikgeschichte, was wäre alles noch möglich gewesen, hätte Freddy Mercury nicht das tragische Schicksal ereilt, welches (für die meisten) das Ende der Band bedeutete. Kaum eine Band hatte einen derartigen Einfluss auf die Kultur und Musik wie QUEEN. Der Mitschnitt aus den frühen Achtzigern hat sehr gut eingefangen, wie wahnsinnig stark QUEEN zu dieser Zeit waren. Es ist einfach unglaublich zu sehen, wie Freddy Mercury jeden Ton trifft, Bassist John Deacon die Ruhe in Person ist, Brian May seine Gitarre so genial spielt wie kein anderer und Drummer Roger Taylor mit seiner grandiosen Stimme immer wieder passend zusteuert. Absolut überwältigend graben sich QUEEN durch ihre Hits und zeigen eindrucksvoll ihre große Bandbreite. Dabei ist es immer wieder bemerkenswert, wie die Band zum Beispiel „Bohemian Rhapsody" auf die Bühne brachte. Auch wenn es dabei unmöglich war, ohne Playbacks zu arbeiten, ist der Song live wahnsinnig stark. Auch bei den restlichen Songs, die ein buntes Best-Of-Programm der damaligen Zeit boten ist die Band absolut überzeugend, und „Tie Your Mother Down" ist für mich immer noch eines der besten Riffs aller Zeiten.

Dennoch hatte der gelungene Kinoabend einen etwas faden Beigeschmack, zum einen war der Sound zum Teil stark asynchron zum Bild, und zum anderen hätte ich mir gewünscht noch ein wenig Bonusmaterial zu sehen. Der Release von Eagle Vision enthält zumindest noch den neun Song umfassenden Mitschnitt von „Live Aid 1985". Dennoch ein gelungener Abend, der noch einmal die Möglichkeit gab, QUEEN in Großformat zu erleben. (Pascal)

20150203 QueenMontrealBig1

Auch ich muss sagen, dass QUEEN live immer wieder eine Macht sind, auch wenn ich leider nie die Chance hatte, sie wirklich live zu sehen; und QUEEN existiert für mich nun mal nicht mehr nach Freddies Tod. Dieser Mann war nicht nur eine schillernde Persönlichkeit, der seine homosexuelle Neigung nie verbarg und gerade deswegen auch so bühnentauglich war, sei es durch seine Gesten oder auch seine Outfits. Er war auch gleichzeitig ein musikalisches Genie, der mit seiner Band Songs schrieb wie kaum eine andere Band zuvor, und das bis zum heutigen Tag. Die Bandbreite von QUEEN ist so erstaunlich vielfältig, jeder in der Band funktioniert hochprofessionell und lässt die gemeinsame Arbeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Die damalige Songauswahl ging voll auf, das Publikum wurde komplett mitgerissen, und der Sound war mit den damaligen Mitteln schon äußerst fulminant. Allerdings finde auch ich es höchst befremdlich und vor allem ärgerlich, dass eine Audio-Video-Synchronisierung bei der Digitalisierung des Filmmaterials nicht möglich schien, so dass man schon fast den Eindruck hatte, hier spielt eine Band durchgehend mit Playback. Außerdem sollte auch, wie Pascal schon erwähnte, ein Zusatzmaterial bei der Kinovorführung drin sein, um die 90 Minuten Live-Spektakel noch gebührend zu ergänzen. Trotz allem ein sehenswertes und ergreifendes Spektakel. (Jochen)

20150203 QueenMontrealBig3

Tracklist:

Intro
We Will Rock You (Fast)
Let Me Entertain You
Play The Game
Somebody To Love
Killer Queen
I'm In Love With My Car
Get Down Make Love
Save Me
Now I'm Here
Dragon Attack
Now I'm Here (Reprise)
Love Of My Life
Under Pressure
Keep Yourself Alive
Drum And Tympani Solo
Guitar Solo
Crazy Little Thing Called Love
Jailhouse Rock
Bohemian Rhapsody
Tie Your Mother Down
Another One Bites The Dust
Sheer Heart Attack
We Will Rock You
We Are The Champions
God Save The Queen

(Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung vom UCI-Kinowelt.)

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