riverside tourplakatWie macht man weiter, wenn einen das Schicksal so hart trifft? Gibt es überhaupt ein Morgen, wenn ein Freund und Bandkollege so früh und unerwartet stirbt? Die Polen machten sich die Entscheidung nicht leicht, immerhin war der Gitarrenklang von Pjotr Grudzinski fünfzehn Jahre lang elementarer Bestandteil der Truppe. Ohnehin gab es nur einen Besetzungswechsel direkt nach dem Debüt, seitdem agierte man unverändert und wuchs zu einer Gemeinschaft, einer Familie. Seitdem ging es für RIVERSIDE immer nur bergauf, bis zu jenem Sonntag im Februar 2016, der alles in Frage stellte. Die übrigen Drei kehrten in sich, sagten alle Termine ab und ließen das ambiente, introspektive „Eyes Of A Soundscape“ zwischendurch sprechen. Der Wunsch, die Band weiterzutragen war am Ende stärker und so will man sich bei den Fans auf der Bühne zurückmelden. Darüber hinaus agiert man nun als Trio, die sechs Saiten übernimmt mit Maciej Meller ein enger Freund, der aber kein offizielles Mitglied wird. NECKBREAKER reiste ins weit entfernte Pratteln, um einer der Shows beizuwohnen.

Campaign for Musical DestructionEs ist Sonntagnachmittag, es regnet mal mehr, mal weniger stark und die Stimmung ist wie das Wetter trüb und grau. Was kann man da schon groß machen außer sich ordentlich die Ohren durchpusten zu lassen? Also auf in die Saarbrücker Garage, um sich ein Grind- und Thrashgemetzel allererster Güte anzutun. NAPALM DEATH haben ihr Konzept der „Campaign For Musical Destruction“ nach 25 Jahren wiederbelebt und feiern dieses denkwürdige Ereignis von einst 1992 mit einem heißen Package. Kenner sehen auf den ersten Blick, dass bei diesem Line-Up ein Name sehr häufig erscheint: Shane Embury. Der Multiinstrumentalist und Grindoholic erscheint gleich bei dreien der vier angekündigten Bands. Abgesehen von seinen knapp 50 Lenzen ist es erstaunlich, dass man diese Knüppelorgie auch noch eine ganze Tour lang durchzieht. Sind wir also gespannt, wie dieser Marathon vonstatten geht.

tygersofpantang tourplakatEin wenig angehängt kommen sich die Mannen um das einzig verbliebene Urmitglied Robb Weir schon vor, denn während IRON MAIDEN oder SAXON längst Legendenstatus haben, reicht es für sie nur zum Liebhaberthema. Dabei konnten sie zu Beginn ihrer Karriere mit den Größen durchaus mithalten, schlugen dann aber den falschen Weg ein oder vertrautem dem falschen Produzenten. Natürlich geht es im Musikbusiness nicht immer logisch oder gerecht zu, wenn die TYGES OF PAN TANG heute Stadien füllen würden, könnte ihnen keiner nachsagen, es wäre unverdient gewesen. Doch obwohl es das Schicksal anders wollte, ließ sich Weir nie entmutigen und lebt bis für seine Band. Nachdem sie im Herbst mit dem selbstbetitelten Longplayer die Kritiker überzeugen konnte, ging es damit im Gepäck dahin, wo sie sich am wohlsten fühlt, auf die Bühne. NECKBREAKER nutzte die Chance und sah sich die Show im Aschaffenburger Colos-Saal an, bei dem sie von ihren Labelkollegen HEADLESS supportet wurden.

sarischorr tourposterEs hatte lange gedauert, bis sich die New Yorkerin entschloss, sich weiter ins Rampenlicht zu stellen. Mit Mitte vierzig das Debütalbum zu veröffentlichen ist nicht unbedingt alltäglich, aber vielleicht will gut Ding Weile haben. Dabei war es nur der Zufall, dass sich der Verfasser dieser Zeilen mit dem wirklich starken "A Force Of Nature" beschäftigte, denn die Dame hatte ein Konzert im Ducsaal angekündigt. Da der altehrwürdige Club in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblingslocations geworden ist, gab ich der Scheibe eine Chance und war sofort von seiner Qualität begeistert. Insofern war die Vorfreude auf das Konzert groß, auch bei meinem Kollegen Alex. Der war zum ersten Mal im Freudenburger Kultschuppen und schloss dessen einzigartige sowie tendenziell skurrile Atmosphäre schnell ins Herz. Die Frage war, wie SARI SCHORR ihre stimmlichen Qualitäten auf die Bühne übertragen konnte und wie man mit nur einem Longplayer ein ganzes Headlinerset bestreiten kann?

mantar tour 2017Ein Konzert an einem Freitag Abend zieht schon einige Leute mehr an als mitten unter der Woche, zumal wenn es sich auch noch um ein solch ansprechendes Package handelt.
Das Neugäßchen war dementsprechend gut gefüllt, die Erwartungen wurden sogar übertroffen. Zum Glück hat nicht nur der Zeitplan nach der Arbeit hingehauen, auch die Parkplatzsuche erwies sich erstaunlich unproblematisch. So konnte man sich gelassen vor dem Eingang zum Kleinen Klub in die Menge mehr oder weniger bekannter Gesichter einreihen, auch wenn der Einlasstermin schon einige Minuten überzogen ist.

live 20170415 Broilers01Es ist Samstagabend in Frankfurt am Main: Tausende von Menschen strömen in die Festhalle an der Messe: Ob sehr jung oder schon älteren Semesters, ob männlich oder weiblich, ob Neu-Fans und Die Hards, ob Punks, Skins , Rock’n’Roller oder „Normalos“: Sie alle wollten die Band sehen, der es nach den ÄRZTEN und den TOTEN HOSEN gelungen ist, den Punkrock wieder massenkompatibel zu machen. Das Bier fließt in Strömen, bergeweise Merchandise wandert über den Verkaufstisch und „Mainhattan“ erlebt ein feines Spektakel. Aber von vorn...

live 20170406 01 archenemyDass es tatsächlich bereits wieder über zwei Jahre her ist, seitdem ARCH ENEMY das letzte Mal in Saarbrücken aufspielten, mag man kaum glauben, denn die Band schien seit der Veröffentlichung von „War Eternal“ (2014) pausenlos auf Tour zu sein, selbst der Ausstieg von Angela Gossow (Gesang), Nick Cordle (Gitarre) und Christopher Amott (Gitarre) in den letzten paar Jahren scheint der Band nicht geschadet, sondern sie eher beflügelt zu haben. Bevor das bereits heiß erwartete neue Studioalbum das Licht der Welt erblicken wird, das zweite mit Sängerin Alissa White-Gluz und das erste mit dem ehemaligen NEVERMORE Gitarristen Jeff Loomis, spielten ARCH ENEMY im Frühjahr auf der „As The Stages Burn!“ Tour nochmals ein paar Konzerte, eines davon in Saarbrücken.

Amonamarth TourplakatAls ich die Schweden 2002 zum ersten Mal auf dem Bang Your Head sah, wusste ich noch nicht, welche Macht ich vor mir habe. Mir gefiel dieses heftige und geschlossene Auftreten, aber der Siegeszug, der danach folgen sollte war nicht abzusehen. Mit jedem Album ging es die Erfolgsleiter weiter hinauf, kein Wunder, für Death Metal hatten AMON AMARTH wahre Hits am Start. Zwar schwächelt die Rockmusik derzeit in allen Bereichen, doch mittlerweile sind die Jungs ganz vorne in der Metalszene etabliert und konnten ihr letztes Album "Jomsviking" auf der Spitzenposition der deutschen Charts hieven. Damit touren sie nun schon ein Jahr durch die Lande, jetzt kamen sie auch in Saarbrücken vorbei, wo die große Saarlandhalle gebucht wurde. Mit an Bord waren ihre Landsleute von DARK TRANQUILLITY, eine der Speerspitzen des Göteborg-Sounds und die Finnen OMNIUM GATHERUM.

live 20170323 MySleepingKarma 00Es gibt Konzerte, bei denen man bereits vorher weiß, dass es fast unmöglich ist enttäuscht zu werden. Genau so fühlt es sich an, wenn ein Konzert von MY SLEEPING KARMA ansteht. Die Aschaffenburger sind gemeinsam mit den aus München stammenden COLOUR HAZE auf Double-Headliner-Tour, was könnte da schief gehen?

20170324 rammstlive ein paris 01Wie mittlerweile bekannt ist, erscheint der neue RAMMSTEIN-Konzertfilm im Mai auch für das Heimkino. Dennoch macht eine Kinoaufführung eines solchen Streifens einiges daher, und deswegen lohnt sich der Weg zur großen Leinwand.

Danko JonesBands, die im Rockhal-Club auftreten suchen bekanntlich die Nähe zu ihren Fans. Sie wollen zum Einen ein direktes Feedback zu ihrem neuen Album und zu ihrer Musik haben, oder, zum Anderen als „Anheizer“ beim anwesenden Publikum bekannter werden.
Fazit vorab, als Zuschauer denkst du dir nach dem Gig beider Bands, warum ist der Abend leider schon vorbei. Das wäre die Kurzform für diesen intensiven Classic-Rock´n´Roll-Abend gewesen. Ok, aber ihr habt, als unsere treuen Leser und User im Neckbreaker-Forum eindeutig mehr verdient, als diese treffliche Kurzform.

live 20170301 00„SOLD OUT“, „Rien ne va plus“ .. , so konnte man es, kurz vor Beginn der Veranstaltung, auf der Rockhal-Facebook-Seite  entnehmen.Diejenigen Fans, die im Vorfeld keine Karten erworben hatten, gingen an diesem regnerischen Abend leer aus. Der leichte Dauerregen, der leider am Nachmittag eingesetzt hatte, hielt die Hardcore-Fans nicht davon ab sich zeitgerecht vor der Rockhal einzufinden. Die Schlange der Wartenden zeichnete sich bei meinem Eintreffen bereits deutlich ab.Bekanntlich gibt’s ja kein schlechtes Wetter, sondern lediglich schlechte Kleidung. Und das darf ich somit vorweg nehmen, die Fans wurden für ihre Ausdauer belohnt.

rosstheboss tourflyerErst im Dezember vergangenen Jahres wurde das neue Line-Up der ROSS THE BOSS Band um MANOWAR-Co-Gründer Ross Friedman, der am 18. Januar in die Hall Of Heavy Metal History aufgenommen wurde, bekannt gegeben. Nach einigen Auftritten in Lateinamerika befindet sich die Band derzeit auf großer Europa-Tour, die insgesamt das sportliche Programm von 28 Gigs umfasst.
Im Januar hatten wir in einem Interview mit Ross Friedman unter anderem erörtert, inwieweit es einen Crossover zwischen den Fans seiner Metal-Band ROSS THE BOSS und seiner Rock-/Protopunk-Band THE DICTATORS gibt. Ross sagte:

„Manche [der Fans] mögen einfach alles was ich mache und sie kommen überall hin, aber natürlich gibt es auch Fans der Musik-Genres. Die DICTATORS-Fans werden niemals MANOWAR-Musik hören und gleichzeitig sind die MANOWAR-Fans der Meinung, dass die DICTATORS albern sind. Aber heutzutage gibt es schon ein bisschen Crossover.“

Dass er damit Recht behalten sollte, konnte man auf dem ersten Deutschland-Gig der „Discipline Of Steel Tour“ im 7er Club in Mannheim durchaus beobachten: Direkt vor der Bühne tummelten sich doch gleich zwei Fans im DICTATORS-Shirt. Auch für uns, eine langjährige Freundin und mich, hieß es an jenem Abend „Rock-Girls going Metal“.

gotthard tourflyerJubiläen wollen gefeiert werden und so begehen die Schweizer Hardrocker ihr fünfundzwanzigjähriges standesgemäß mit einem neuen Album und der dazugehörigen Tour. Dabei ist das silberne, welches sich auch im Titel ihres aktuellen Longplayers widerspiegelt, im Musikbusiness ein eher kleines. Man muss aber auch bedenken, dass die Protagonisten der Band zuvor in anderen Bands unterwegs waren, bevor sie unter der Ägide ihres alten Managers Chris von Rohr zusammen fanden. Ebenso lange im Geschäft sind die Dänen von PRETTY MAIDS, die lange vor dem GOTTHARD-Debüt als heißestes Eisen im Hard´n´Heavy-Sektor gehandelt wurden. Warum sie an dem Abend dennoch nur Support sind, dafür gibt es sicher Gründe, das Geschäft meinte es nicht immer gut mit den Dänen. Für Freunde des harten Rock wurde da aber ein sehr lohnenswertes Paket geschnürt, welches auch in der Saarbrücker Garage Station machte.

freedomcall tourflyerSie werden nicht müde, ihre Vision vom Happy Metal unter das Volk zu bringen, und sind damit ständig auf Tour. Aktuell gilt es den neuen Longplayer „Master Of Light“ zu bewerben, der nicht zu ihren Glanztaten zählt, doch das hält FREEDOM CALL nicht auf. Ein gesundes Selbstvertrauen haben die Vier, müssen sie auch, denn manche ihrer Aktionen werden von der Szene kritisch beäugt. Vor allem die Teilnahme bei „Sing meinen Song“, bei dem sie mit den Wildecker Herzbuben die Lieder tauschten, rief einige Wächter auf den Plan. Das prallt an Chris Bay und seinen Jungs ab, die voll hinter ihrer Sache stehen. Und ihrer Popularität tut das keinen Abbruch, das „Le Grillen“ in Colmar war gut ein Jahr nach ihrem letzten Besuch wieder sehr gut gefüllt. Klar lag das auch daran, dass man die Local Heroes von SYR DARIA erneut als Support dabei hatte, in dem Sandwich fiel dieses Mal den Schweizer Hardrockern CRYSTAL BALL der Slot in der Mitte zu.

rivalsons tourplakatDa die ganzen Retro Rockbands alle einen starken Bezug zu den Siebzigern haben, sucht man unter ihnen auch immer eine Band, die zur Größe der damaligen Acts heran reichen kann. Die RIVAL SONS sind mit ihrem authentischen Sound eine Formation, deren Name in dem Zusammenhang immer wieder genannt wird. Ihrem bisherigen Referenzwerk "Great Western Valkyrie" konnten sie im letzten Jahr mit "Hollow Bones" einen ebenbürtigen Nachfolger an die Seite stellen. Seit diesem hat sich die Truppe aber vornehmlich als Supportact für eben jene große Siebzigerhelden wie DEEP PURPLE und BLACK SABBATH blicken lassen. Da konnten sie unter Beweis stellen, dass ihre wahre Stärke auf der Bühne liegt, aber mit solchen kurzen Spots kann man eben dem Publikum auch einen gewaltigen Tritt verpassen. NECKBREAKER spürte für Euch in Frankfurt nach, ob die Kraft ihrer Performance auch für die volle Headlinerdistanz reicht.

20170207 TommyEmmanuel 00Als die für November geplanten Termine des Ausnahmegitarristen kurzfristig abgesagt werden mussten, nahmen es die Fans mit Fassung. Denn im Gegensatz zu manch anderen Künstlern wurden umgehend Ersatztermine bekannt gegeben. An einem nicht mehr ganz so kühlen siebten Februar ist es dann endlich soweit, TOMMY EMMANUEL beehrt die saarländische Hauptstadt in der ehrwürdigen Congresshalle.

live 20170125 00Es mag sein, dass HAMMERFALL seit „Threshold“ (2006), manche würden sagen seit „Crimson Thunder“ (2002) kein wirklich herausragendes Album mehr geschrieben haben und auch die Lyrics der Songs werden von Mal zu Mal bescheidener und peinlicher, aber die Band aus Göteborg hat nach wie vor ein gutes Standing innerhalb der Heavy Metal Szene und für einen Mittwoch Abend war in der Garage echt sehr ordentlich was los und wenn man etwas später da war, musste man sich erst einmal ganz hinten oder ganz an den Seiten anstellen.
Für mich selber sind HAMMERFALL dabei nach wie vor eine besondere Band, weil sie eine der ersten Heavy Metal Bands waren, die mich 1997/1998 rum positiv beeinflussten und damit mein weiteres Leben prägen konnten.

live 20170201 00Freunde des traditionellen Heavy Metals kommen momentan in Saarbrücken voll auf ihre Kosten. Erst SAXON im Dezember, dann HAMMERFALL im Januar und am ersten Tag des Februars waren die Urväter des deutschen Stahls in der Stadt: ACCEPT.
Für manche durchaus ein ernsthaftes gedankliches Problem, denn ACCEPT gab es nicht als Headliner oder Special Guest zu SCORPIONS, JUDAS PRIEST oder IRON MAIDEN, sondern als Support für eine nicht von allen geliebten und respektierten Band namens SABATON, die es aufgrund unermüdlichen Tourens in den letzten Jahren geschafft haben, richtig groß zu werden.

Von daher lag es nahe mit der Saarlandhalle die größte saarländische Location zu buchen, die an einem Mittwoch Abend dann allerdings alles andere als ausverkauft war, vielleicht waren so 2500 bis 3000 Besucher da, optisch sah das ganz ordentlich aus, die vorhandenen Sitzplätze wurden gleich komplett abgehängt, wer will auch schon sitzen bei einem Heavy Metal Konzert.

vorbericht devintownsendWenn Devin Townsend in die Gegend kommt, dann muss man da auch hin. Auf der letzten Tour bedeutete das noch eine Fahrt bis nach Aschaffenburg, dieses Mal ist es deutlich näher. In der Rockhal in Esch-sur-Alzette im „kleinen“ Club (der ja immerhin doch größer ist als die meisten anderen Clubs in der Region) macht man auf der „Transcendence“-Tour Station. Ehrlich gesagt hatte ich erst mal Bedenken, ob DEVIN TOWNSEND es schaffen würde, den Club zu füllen, aber als wir dann ankommen kann ich zu meiner Freude feststellen: Kein Problem. Der Saal ist proppenvoll und das schon bei der ersten Vorband.


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