Implore SubjugateMit ihrem Debütwerk „Depopulation“ haben IMPLORE damals eine ziemlich tiefe fiese Schneise in die Grindcorewelt gefräst. Nach zahlreichen Livepräsenzen und einer schnell wachsenden Anhängerschaft gab es gar keinen Zweifel, albummäßig direkt nachzulegen. Die Tinte auf dem Vertrag mit Century Media war noch feucht, da begab man sich erneut ins Hidden Planet Studio nach Berlin, um „Subjugate“ artgerecht einzupferchen.

King Parrot Ugly ProduceAuch wenn ich zunehmend weniger von Phil Anselmo halte, muss man ihm ja doch eingestehen, dass er ein gutes Näschen für so manch interessante Band hat. In diesem Fall reden wir von KING PARROT, die quasi ihre eigene Nische gefunden haben, aber dennoch nicht völlig anders sind. Nur die Mixtur ist etwas frischer. Und die gefällt bestimmt auch nicht jedem, aber das ist auch gut so.

nothingbutthieves brokenmachineGetreu dem Motto, dass jeder eine zweite Chance verdient, widme ich mich heute erneut der britischen Alternative Band NOTHING BUT THIEVES, die mit ihrem Debütalbum (2015/2016) in ihrer Heimat nicht ganz unerfolgreich waren, was ich damals nicht so ganz verstehen konnte, denn „Nothing But Thieves“ war einfach kein besonders gutes Album: Solide Ansätze, insgesamt aber zerfahren, aufgebläht und ohne roten Faden auskommend, eine 6er Wertung war damals eher wohlwollend als knüppelhart gemeint.

With the Dead LFWTDBeinahe hätte ich gar nicht mitbekommen, dass es neuen Stoff gibt von dieser extravaganten Band. Was man anfangs noch für eine Eintagsfliege und weniger bedeutendes kurzlebiges Projekt hielt, entpuppt sich hier zu einer ernstzunehmenden Combo. Denn Lee Dorian ist gar nicht so sprunghaft wie man es vermuten würde, seine aktuelle Band kommt auch in veränderter Besetzung sehr authentisch rüber und kann mit dem Nachfolger sogar noch einen draufsetzen. Die Liebe in dem Album sucht man allerdings vergeblich.

heat intothegreatunknownWie lange kann man als Newcomer den Markt auf ein neues Output warten lassen, ohne Gefahr zu laufen, in Vergessenheit zu geraten. Die schwedische Hair Metalhoffnung wird sich diese Frage in naher Zukunft stellen müssen, denn sie ließ dreieinhalb Jahre seit dem letzten Studiodreher ins Land ziehen, und auch „Live In London“ hat schon zweieinhalb Jahre auf dem Buckel. In der Zwischenzeit war Problembewältigung angesagt, sowohl persönlich als auch intern. Gerade als man das bewährte Line-Up nach dem Wiedereinstieg von Gitarrist Dave Dalone (aka Sky Davids) wieder zusammen wähnte, verließ sein Axtpartner Eric Rivers die Formation. Nun wollen „H.E.A.T. aber endlich durchstarten, mit ihren bisherigen vier Scheiben konnte man sich an die Spitze der jungen Garde spielen. Wohin die Reise geht, kann keiner sagen, weswegen der Titel „Into The Great Unknown“ sicher bewusst gewählt wurde.

Mastodon Cold Dark PlaceWenn MASTODON mal im Studio sind, dann nisten sie sich dort für eine ganze Weile ein. Viele Songs oder auch Ideen entstehen erst hier, und die Frage stellt sich hier eher, welcher Song es auf das nächste Album schafft oder nicht. Dabei fallen dennoch immer noch gute Songs hinten runter, die man aber allerdings nicht unveröffentlicht lassen will. So entstand auch die EP "Cold Dark Place", die Songs aus den Sessions sowohl von "Once More Around The Sun" als auch von "Emperor Of Sand" beinhaltet.
Was noch als eigenständige Platte beziehungsweise zusammen mit den Songs von "Emperor Of Sand" als Doppel-LP gedacht war, wurde nun auf eine 4-Track-EP reduziert.

bonsaikitten mindcraftAb und zu kommt es vor, dass man sich aus dem riesigen Fundus an Bands und Künstlern, die einem so zur Verfügung stehen, etwas aussucht und man dann eigentlich gar nicht so ganz genau weiß, warum man das getan hat. Die Berliner Band BONSAI KITTEN ist im Grunde genommen so ein Fall, vielleicht war es der seltsame Bandname, vielleicht auch die Neugier zu erfahren, was die Band unter „Riot Rock“ versteht oder vielleicht wollte ich auch einfach nur wissen, was sich hinter einem Song wie „@DWYWTD“ verbirgt.

ensiferum twopathsMitte der Nullerjahre tobte in der Szene der Krieg zwischen den beiden aufstrebenden Lagern Metalcore und Pagan Metal, wobei erstere diesen eindeutig für sich entschieden haben. Dass der nordischen Schlachtenmetal eher unterging, lag nicht nur an der zu starken Versteifung auf Klischees, sondern eher daran, dass gerade nachrückende Bands irgendwann nur noch jene strapaziert haben. In Zeiten wie diesen kann man Sauflieder ohne schlechtes Gewissen nur noch auf der Wies´n und auf Malle bringen. Musikalisch zogen viele Bands leider dem sinkenden Niveau nach, und suchten ihr Heil eher in immer aufwendigeren Produktionen mit viel überflüssigem Ballast. Die Finnen ENSIFERUM haben solch einen Wandel durchlebt, gehörten sie doch zu Beginn zu den ernsthaften Vertretern des Genres, wie MOONSORROW. Doch auf den letzten Scheiben gab es nur noch Chöre satt und sogar seltsame Dancebeats, ob der Besetzungswechsel an den Tasten den Umbruch bringt? Erfolgreich war die Truppe zuletzt immer noch, doch mit sinkender Relevanz des Genres sollte man auf "Two Paths" entgegensteuern.

nitrogods roadkillbbq200pxDas sich Ereignisse des Touralltags auch gerne mal auf ein nächstes Album niederschlagen liegt auf der Hand. So sollen die Raubeine der NITROGODS eines Tages auf Tour mit Oimel am Steuer ein Eichhörnchen plattgefahren haben. Der Galgenhumor, wie damit nun umzugehen sei, mündete in einem Gedenkgrillfest für den Nager und der nächste Albumtitel stand schon mal fest: „Roadkill BBQ“! Soweit, so brachialromantisch.

runingwild rereleasesNachdem die SCORPIONS und ACCEPT den Grundstein gelegt hatten, die NWOBHM über den Kanal schwappte und auch jenseits des großen Teiches Metalbands wie Pilze aus dem Boden schossen, ging es auch hierzulande richtig los. Noise Records war eines der Unternehmen, welches junge, aufstrebende Bands förderte und sogar Weltkarrieren wie von HELLOWEEN oder KREATOR formte. Nach der Übernahme durch Sanctuary erfährt das legendäre Label eine Wiederauferstehung. Zuerst wurden umfangreiche Best Ofs der jeweiligen Protagonisten veröffentlicht, nun werden die einzelnen Backkataloge neu aufgelegt. Nachdem bereits die Alben von CELTIC FROST erschienen sind, geht es nun mit den Power Metallern von RUNNING WILD weiter, die zu den erfolgreichsten Bands der Firma gehörten und auch lange bei ihnen veröffentlichten.

memorylane newdawnAuch in den großen Städten Deutschlands keimen immer wieder neue Bands auf, die auf schnellstem Wege versuchen, ihre Kunst an den Mann zu bringen. Das kann sich mitunter als schwierig gestalten, wenn man jung und unerfahren ist und vor allem das nötige Kleingeld fehlt. Aber im Gegensatz dazu weiß eine Band aus erfahrenen Musikern meist ziemlich genau, was sie will und wie der Wunsch nach Veröffentlichung zielgerichtet umgesetzt werden kann.

Simo Red ShineMit „Rise & Shine“ legen SIMO bereits ihr drittes Studiowerk vor. Entgegen der Prognosen, die der Vorgänger vermuten lässt, experimentiert die Band auch auf ihrer neuen Platte, was der Zugänglichkeit anfangs etwas schadet.

BLACKFINGER When Colors Fade AwayEric Wagner ist und bleibt einer meiner liebsten Stimmgeber, auch wenn er leider bei TROUBLE nun endgültig das Handtuch geworfen hat. Die Karriere von THE SKULL habe ich ehrlich gesagt nicht allzu sehr verfolgt, da gefielen mir sogar die neuen TROUBLE mit Kyle Thomas am Gesang besser. Nun hat Eric wohl seine Vergangenheit nahezu gänzlich hinter sich gelassen und konzentriert sich auf seine neue Band namens BLACKFINGER, die wohl immer noch den Beigeschmack von Wagners Vorzeit tragen, aber dennoch frisch und unverbraucht klingen soll.

bst unterdeck200pxWenn man in Hamburg am Elbstrand steht und in sich gekehrt auf die Kräne blickt, die gegenüber schweigend und mächtig ihre Arbeit verrichten, dann fehlt dem geneigten Musikfan ein passender Soundtrack dazu. Schifferklavier und Hans Albers kommt einem da schnell in den Sinn, aber eigentlich mag ich beides nicht. Etwas langsames und mächtig mitreissendes, so wie abgebrochene Äste im Wasser der vorbeiziehenden Elbe, das wäre passender. Ich weiß nicht ob die Hamburger Jungs von B-S-T das genauso sehen, jedoch überraschten sie mich mit ihrem aktuellen Album „Unter Deck“, doch genau diesen Soundtrack in meinem Kopf zu treffen.

thebronx vEs gibt manchmal schon ein wenig seltsame Wege, auf denen man auf eine Band stößt. So hatte ich, offen gesagt, noch nie etwas von THE BRONX gehört, bis ich in der Hauptstelle unserer Stadtbücherei vor ungefähr einem Jahr auf ihr Album „IV“ aus dem Jahr 2013 stieß. Dazu sei gesagt, dass die Stadtbücherei Hannover, was CDs angeht, wirklich sehr gut aufgestellt ist und man dort unter anderem auch „Master Of Puppets“ und „Reign In Blood“ leihen kann. Also habe ich mir „IV“ aus reiner Neugier ausgeliehen. Bis heute habe ich zwar nicht begriffen, warum sich eine Gruppe aus dem kalifornischen Los Angeles nach dem nördlichsten Stadtteil New Yorks nennt, aber das muss ich ja auch nicht. Die auf der Scheibe enthaltene Musik fand ich jedenfalls recht ansprechend.

shwanjamesandtheshapeshifters thebearNachdem mich sein Soloalbum “On The Shoulders Of Giants” (Review) aktuell nur bedingt überzeugen konnte, trifft der amerikanische Blues-Musiker SHAWN JAMES zusammen mit seiner Band THE SHAPESHIFTERS bei der hier vorliegenden EP „The Bear“ zumindest etwas näher ans Schwarze.

epica thesolacesystemDie Niederländer von EPICA lebten gefühlt schon immer nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“. Die letzten Studioalben waren allesamt abendfüllende Werke mit Spielzeiten weit über 60 Minuten und auch was die Livegigs angeht, versuchen EPICA von Zeit zu Zeit ganz spezielle Events zu organisieren, wie zum Beispiel das „Retrospect“ Konzert zum 10-jährigen Bandjubiläum. In diese Kategorie gehört auch diese EP namens „The Solace System“, deren sechs Songs es auf eine Spielzeit von etwa 30 Minuten bringen, andere Bands hätten da noch zwei weitere Songs dazu getan und damit ein vollwertiges Album gehabt und dieses entsprechend auch viel besser vermarkten können.

amplifier trippinwithdrfaustusEine recht abwechslungsreiche Werkschau ihres Könnens liefern wieder einmal AMPLIFIER ab. Sechs von zehn Stücken sind länger als sechs Minuten. Auch kompositorisch markiert das Album eine Rückbesinnung auf alte Stärken. Die Kunst komplexe Stücke aufgrund zwingender Hooks eingängig zu gestalten, ist die große Stärke von AMPLIFIER. Wobei das einiges an Geduld abverlangt – easy listening ist anderswo angesagt. Keine Spur von Stagnation oder wer denkt, die Band hätte Staub angestzt, der wird nach dem Hören dieses Albums eines Besseren belehrt.

adrenalinemob wethepeopleWelch eine straighte Faust! ADRENALINE MOB präsentieren mit „We The People“ ihr drittes Studioalbum, seit sich die US-amerikanische Hard-Rock Band im Jahre 2011, um Sänger Russell Allen (SYMPHONY X, ALLEN/LANDE), zusammen geschlossen hat. Gleich mit dem ersten Song lassen die Mannen das Adrenalin schießen. „King Of The Ring“ ist ein Schlag ins Gesicht. Zu diesem Song produzierten ADRENALINE MOB zur Freude ihrer Fans ihr zweites Musikvideo.

motorpsycho the towerSeit erst wenigen Jahren bin ich auf den Geschmack von MOTORPSYCHO gekommen. Entgegen der Empfehlungen meines Umfelds hatte ich nie die Muße, mich deren Musik zu öffnen, und erst mit dem sehr umfangreichen Best Of - Album habe ich Blut geleckt. Wenngleich auch das anfängliche Seitenprojekt SPIDERGAWD mehr meinem primären Geschmack entspricht, so kann bei aller Genialität keines ihrer Alben die Meisterleistungen von MOTORPSYCHO toppen. So auch wieder das nun veröffentlichte Werk "The Tower", das wieder vor Musikalität nur so strotzt.


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