21octayne intotheopen21OCTAYNE sind eine Newcomerband und doch wieder nicht. Immerhin sind alle ihre Mitglieder bei anderen Bands (z.B. AXXIS, LUCA TURILLI'S RHAPSODY) seit Jahren aktiv und alles andere als neu im Geschäft. „Into The Open“ ist nun ihr Debütalbum, das vor einigen Wochen auf den Markt kam. Auch mir hat die Scheibe ziemlich gut gefallen, weshalb ich die Band via Email mit diversen Fragen löcherte. Warum es die Band überhaupt gibt und was ihre wichtige Mission ist, das könnt ihr hier nachlesen.

Anne: Hallo, hier Anne von Neckbreaker. 21OCTAYNE ist ja ein eher ungewöhnlicher Name. Wie seid ihr denn auf den gekommen und was bedeutet er?

Marco: Octayne soll Ausdruck, Power, Kraft bedeuten und die „21“ steht für das 21. Jahrhundert. Die Bandmessage ist im Bandnamen vorhanden! Wir wollen eine Rockband für das 21.Jahrhundert darstellen!

Anne: Ihr spielt ja alle noch in anderen Bands bzw. man könnte auch sagen, ihr stammt auch aus anderen Bands. Warum habt ihr 21OCTAYNE überhaupt ins Leben gerufen?

Alex: Dafür gab es mehrere Gründe. Für mich war der Hauptgrund aber, daß wir bei 21OCTAYNE komplett unser eigenes Ding durchziehen können, ohne irgendwelche Vorgaben oder Einschränkungen. Etablierte Bands, und das sind AXXIS oder RHAPSODY ja, haben ja schon ihre Richtung und du kannst dich dann nur noch bedingt einbringen.

Marco: Absolut! Außerdem war es auch wichtig mal wirklich stilistisch offene Musik zu erschaffen. Natürlich sind wir eine Rockband, aber wir haben Einflüsse aus vielen verschiedenen Genres.

Anne: Ist 21OCTAYNE für euch eine richtige Band oder mehr eine Art Projekt?

Alex: Definitv eine richtige Band. Ein weiteres Projekt hätte mich auch gar nicht interessiert. Für uns ist das eine langfristige Sache, ohne zeitliches Limit. Gerade weil wir auch alle etwa im selben Alter sind.

Anne: Wann, wo und wie habt ihr euch kennengelernt bzw. beschlossen, eine Band zu gründen?

interview 21octayne 20140528 02Marco: Alex hatte damals bei AXXIS vorgespielt. Das war 2008. Wir beide haben uns schnell angefreundet und kurz danach kam eine Mail von Alex in der stand, dass wir unbedingt in der Zukunft eine eigene Band gründen sollten. Für die nächsten 30+ Jahre! 2010 ging es dann in die heiße Phase. Alex kannte Andrew und der wiederum kannte Hagen! Das kam dann alles schnell zusammen.

Anne: Ihr kommt nicht gerade alle aus der gleichen Gegend. Habt ihr überhaupt einen festen Proberaum?

Alex: Wir haben mehrere Räume zur Verfügung, auf die wir je nach Gelegenheit zurückgreifen können. In NRW und auch in Rheinland Pfalz.

Anne: Da ihr alle noch in anderen Bands spielt: Wie regelmäßig könnt ihr euch zum proben treffen?

Marco: Wir organisieren immer Probe/Songwriting-Blöcke. So ist auch das erste Album entstanden. Wenn eine Tour ansteht, treffen wir uns immer ein paar Tage vorher. Das ist stressfrei.

Anne: Wie schreibt ihr Songs? Gibt es bei euch einen Hauptsongwriter oder schreibt ihr die Songs zusammen im Proberaum?

Alex: Die Songs entstehen auf die klassische Art, wie in der 70ern oder 80ern, im Proberaum. Natürlich kommt es zum Beispiel oft vor, daß Marco mit vorbereiteten Riffs zu unseren Songwriting Sessions kommt, aber die Art, wie wir dann daran arbeiten ist sehr demokratisch und total bandbezogen.

Anne: Um was geht es auf „Into The Open“? Gibt es eine Art roten Faden oder steht jeder Song für sich?

Marco: „Into The Open“ ist kein Konzept Album. Jeder Song steht für sich.

Anne: Wie sind bisher so die Reaktionen auf das Album?

Marco: Weltweit sehr sehr gut! Das freut uns natürlich sehr!

Anne: Euch gibt es ja schon eine ganze Zeit lang, und eigentlich hätte ich mit dem Release des Albums schon viel früher gerechnet. Warum hat es letztendlich so lange gedauert, bis euer Debüt auf den Markt kam?

Alex: Weil es unser Debüt ist - und ein Debüt machst du halt nur einmal - war uns das Album als musikalisches Statement extrem wichtig. Das ging so weit, daß wir eine fast fertige Produktion nochmals komplett verworfen haben und nochmal von vorne angefangen haben. Durch diese Erfahrung war es für uns dann auch klar, daß wir das Album selbst, ohne Außenstehende produzieren würden. Dann darf man nicht vergessen, daß wir auch Zeit gebraucht haben, den richtigen Businesspartner zu finden. Als wir uns auf Plattenfirmensuche gemacht haben, war das Album ja schon fertig, und auch wenn es im Endeffekt recht schnell ging, hat es doch nochmal zusätzlich Zeit in Anspruch genommen.

Anne: Werdet ihr für das nächste Album genauso lange brauchen?

Alex: Auf gar keinen Fall! Wir sind ja jetzt auch produktionstechnisch eingespielt, als Band gereift und haben außerdem ein perfektes Label in AFM gefunden, also wird diesmal alles viel schneller gehen.


"Unser Ziel ist es, daß ehrliche Rockmusik auch in 20, 30 Jahren noch Bedeutung hat!"

21Octayne sind mit einem hehren Ziel unterwegs



Anne: Warum gibt es eine normale Version des Albums und eine Digipak-Version, auf der gleich drei Songs mehr enthalten sind? Warum sind diese Songs nicht auf der normalen Version? Ich finde, das Album ist mit nur 9 Songs doch arg kurz und von der Qualität her sind die drei Songs doch auch nicht schlechter.

Alex: Vielen Dank erstmal! Freut mich, daß dir auch die Bonussongs gefallen und du da keinen qualitativen Abstrich siehst. Wir sehen das genau so. Der Grund für die unterschiedlichen Versionen lässt sich leicht erklären. Die Jewelcase-Version mit den 9 Songs wurde schon ab dem Release zu unter 10€ verkauft. Gerade im Hinblick auf unsere jüngeren Fans, die vielleicht nicht so viel Geld jeden Monat zur Verfügung haben, finde ich es eine tolle Sache, denen die Möglichkeit zu geben, das Album zu einem solchen Preis legal zu erwerben. Man muss das auch als Möglichkeit sehen, eine ganze Generation wieder an das Konzept ranzuführen, Musik legal zu erwerben.

Anne: Ihr habt bereits zu zwei Songs Videos gedreht. Sind noch weitere Videos geplant und wenn ja, zu welchen Songs?

Marco: Man muss schauen… Vielleicht machen wir noch eins zu „Turn the World“ aber das ist noch nicht klar.

Anne: Im Booklet betont ihr extra, daß auf eurem Album keine Keyboards und keine Samples zu hören sind. Wieso ist euch das so wichtig? Seid ihr Keyboardnazis?

Alex: Nein, ganz im Gegenteil, wir sind sind sogar große Keyboard-Fans. Jeder bei uns liebt Bands, die teilweise sehr keyslastig sind. Sei es TOTO, JOURNEY oder auch DREAM THEATER und Konsorten. Für uns war es einfach nur ein wichtiges Statement zu sagen, daß alles, was man auf dem Album hört, nur Guitars, Basses, Drums und Vocals sind. Back to basics!

Marco: Ja, wir sind sehr große Freunde von Keyboards und haben auch einige Freunde, die unglaubliche Keyboarder sind! Wie Alex schon gesagt hat, sollte das auch ein Statement sein, weil manche Passagen auf dem Album manchmal nach einem Keyboard klingen. Das sind aber dann entweder Bass- oder Gitarreneffekte!

Anne: Ihr habt bereits vor Release des Albums einige Konzerte gespielt. Wie sind die denn so gelaufen? Es ist ja doch recht schwer Fans zu gewinnen, wenn man noch gar kein Album auf dem Markt hat.

Alex: Das stimmt, aber da profitieren wir natürlich von den Fans, die wir uns durch unsere Arbeit in den anderen Bands über Jahre erarbeitet haben. Die Gigs waren klasse, teilweise haben sich die Support Shows angefühlt als wären es unsere eigenen Shows.

Anne: Ihr hattet Listening Sessions in Paris und London. Davon können andere Bands nur träumen. Wie seid ihr denn da rangekommen?

interview 21octayne 20140528 03Marco: Daran kommt man nicht, die muss man selber organisieren natürlich! Wir wollten einen opulenten Start für 21Octayne! Wir wollten, daß die Fans exklusiv in das Album reinhören konnten und Presse haben wir natürlich auch eingeladen. Die Idee kam von unserem Manager und mir und war ein großer, wichtiger Schritt für uns. Diese Listening Session hat sich zu einer Kultveranstaltung entwickelt und Leute haben drüber gesprochen weil es was neues war! Egal ob London, Berlin oder Hollywood! Wir waren überall und das war schon sehr aufregend, so direkte Reaktionen zu bekommen!

Anne: Wie sehen eure Pläne für die nächsten Jahre aus?

Marco: Den Rock&Roll retten! In 10 Jahren wird es sehr düster aussehen wenn KISS, AC/DC, STONES, OZZY, MAIDEN, WHITESNAKE und Co. nicht mehr touren! Und was ist dann? Gibt es dann nur noch die OZZY- und WHITESNAKE-Coverbands? Nein, das wollen wir nicht! Unser Ziel ist es, daß ehrliche Rockmusik auch in 20, 30 Jahren noch Bedeutung hat!

Anne: Nochmals danke, daß ihr euch die Zeit genommen habt, die Fragen zu beantworten, und viel Spaß bei den kommenden Konzerten!

Marco: Wir haben zu danken!

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