lizzyborden mymidnighthingsMuss man dieses Album nun hassen oder darf man auch die moderne Ausrichtung einer Legende wie LIZZY BORDEN mögen? Nun, wenn es gut wäre dann schon. Ist es aber nicht. Wenn eine Band 11 Jahre benötigt, um solch' eine Güllle auf die geneigte Fanschar loszulassen, dann tut es mir leid. Die klebrigen Melodien, der dünne Gitarrensound und der fürchterliche Drumcomputer machen alles Zunichte, wofür die Band einst stand: Für American Metal at it's best!

bulletformyvalentine gravityWas BULLET FOR MY VALENTINE angeht, bin ich zugegebenermaßen ein wenig vorbelastet. Zählt doch ihr Debüt „The Poison“ zu den fünf am meisten gehörten Alben in meiner Sammlung überhaupt. Dennoch ist es den Walisern, meines Erachtens, nie wieder gelungen an die Qualität ihres Erstlings aus dem Jahr 2005 anzuknüpfen. Auch wenn die Folgealben, sieht man einmal von dem recht schwachen „Temper Temper“ (2013) ab, allesamt alles andere als schlecht waren. Weiterhin schien es, als hätte die Band es mit „Venom“ (2015) geschafft, sich zu rehabilitieren und „Temper Temper“ wenigstens teilweise vergessen zu machen. Man denke nur an Stücke wie „No Way Out“ oder „You Want A Battle? (Here’s A War)".

onkeltom zwischenemscherundlippeEs gibt Platten, da spricht schon alleine das Bild auf dem Cover Bände. So auch bei „Zwischen Emscher & Lippe“, der neuen EP aus dem Hause ONKEL TOM. Wer einen Blick auf die Hülle, welche eine vom Kohlenstaub braun gefärbte lange Unterhose und weitere Kleidungsstücke auf einer Wäscheleine und einen Förderturm im Hintergrund zeigt und deren Titelbild noch dazu von den Farben des FC Schalke 04 umrahmt ist, der kann sich denken, dass es hier textlich wohl kaum um das Leben der Reichen und Schönen oder den FC Bayern München geht, sondern um den Bergbau, das Ruhrgebiet und natürlich um Tom Suchs alias Tom Angelrippers Lieblingsfußballverein.

mikeshinoda posttraumaticEs steht außer Frage, dass kein LINKIN PARK Fan jemals den 21.07.2017 vergessen können wird. An diesem Tag entschloss sich Sänger Chester Bennington, seinem Leben ein Ende zu bereiten. Über den Freitod Benningtons wurde viel geschrieben und es wurde auch mindestens genau so viel über die Gründe spekuliert. Ich werde daher einen Teufel tun und mich hier an irgendwelchen Spekulationen beteiligen. Schon alleine, weil wir es hier nicht nur mit dem Suizid eines sogenannten Rockstars zu tun haben, sondern auch wegen der Tatsache, dass hinter dem Tod Chesters auch ein menschliches Schicksal steht und dieser Mensch Freunde, Kollegen und Familie hatte, die nun mit diesem Verlust und ihrer Trauer weiterhin leben müssen.

signofthejackal breakingthespellUnfassbar viel Achtziger-Jahre-Charme versprüht das 2. Album der Südtiroler SIGN OF THE JACKAL. Im Stil der ersten beiden WARLOCK-Alben plus einer Menge NWOBHM werden zumeist schnelle Stücke geboten, die schnörkellos auf die Zwölf gehen. Keine proggy Parts und endlose Soli, kurz, zackig und knackig heißt die Devise. Natürlich ist die Spielzeit von knapp 33 Minuten eine Frechheit, aber dafür hat sich wenigstens kein Stinker eingeschlichen.

Dickinson ScreamForMeSarajevoWie gut mir die Dokumentation “Scream For Me Sarajevo” gefallen hat, lässt sich ihm dazugehörigen Review sehr gut erkennen. Auch der Soundtrack liegt uns als Doppel-LP im Gatefold vor, und der stellt sich ebenfalls als 1A-Veröffentlichung heraus. Eine Sache, die bei derartigen Compilations nicht alltäglich ist.

Kataklysm meditationsNun hat es wieder länger gedauert, bis die Kanadier sich ins Studio bequemten, immerhin sind drei Jahre seit „Of Ghosts And Gods“ vergangen, welches seinerzeit recht schnell auf „Waiting For The End To Come“ folgte. Doch in dem Geschäft muss man Wege finden, um zu überleben, weswegen andere Aktivitäten Vorrang hatten. Damit meine ich weniger das EX DEO-Album „The Immortal Wars“, dem Nebenprojekt der Musiker, als vielmehr die vielen Liveaktivitäten. Da waren KATAKLYSM zuletzt neben Festivals auch oft auf Tour, unter anderem mit dem „Headbanger´s Ball“-Zirkus und anlässlich ihres Jubiläums im letzten Jahr, wo sie ihre Klassikerscheiben in Gänze gespielt hatten. Nun ist es aber wieder Zeit, der Todesblei-Fanschar etwas Neues zu präsentieren, das steht nun unter dem Titel „Meditations“ in den Läden.

powerflo bringthatshitbackMit ihrem selbst betitelten Debüt konnten POWERFLO meine Erwartungen im letzten Jahr zwar nicht übertreffen, aber zumindest voll und ganz erfüllen. Gelang es ihnen doch ebenso wie ihren Kollegen von PROPHETS OF RAGE und BODYCOUNT dem totgesagten Crossover neues Leben einzuhauchen.

necrytis dreadenruinKaum ist ein Jahr seit dem Debüt „Countersighns“ vergangen, legen die Mannen von NECRYTIS nach. Und das, was da an meine Ohren dringt ist wiederum edelster US-Stahl, wie man ihn lieben muss. Nicht purer Achtziger Metal, eher die Neunziger Schiene mit starker Prog-Tendenz (dezente Seventies-Vibes). NECRYTIS gehören allerdings zu der Spezies, welche nie den Faden verlieren und deren Hauptaugenmerk auf nachvollziehbaren Strukturen liegt und auch gute Melodien im Fokus haben. Die erschließen sich oft zwar erst nach mehreren Durchläufen, dann haken sie sich ins Fleisch.

kissindynamite ecstasyAch ja. Wieder ein neues Album von KISSIN‘ DYNAMITE. Habe ich gar nicht mitbekommen, dass da wieder was in der Mache ist. Und eigentlich sollte ich mich freuen. Denn ich halte die Schwaben nach wie vor für eine der besten Livebands, die Deutschland zu bieten hat. Allerdings hat mir schon das letzte Album „Generation Goodbye“ nicht mehr so wirklich zugesagt. Also mal sehen, wie es nun mit „Ecstasy“ aussieht.

runrig raritiesDer letzte Vorhang ist schon aufgehängt, fallen wird er am 22. August im schottischen Stirling Castle im Rahmen von zwei riesigen Open Airs. Zuvor hat sich die schottische Folk Rocklegende schon von den Fans in ihren anderen Hochburgen Deutschland, Dänemark und England verabschiedet. Leider war der Verfasser dieser Zeilen da verhindert und konnte die großen Shows nicht miterleben. Doch so ganz ohne Geschenk verabschieden sich RUNRIG nicht, die Band öffnet noch einmal ihre Archive und wirft bislang nicht offiziell erhältliches Material sowie komplett unveröffentlichtes auf den Markt. „Best Of Rarities“ soll dann auch der Abschluss sein, der in verschiedenen Versionen erschienen ist.

spurv myraRein instrumentale Musik kann ja für den Hörer etwas anstrengend sein. Oder auch schlicht und ergreifend langweilig, wenn kein Sänger da ist, um Spannung aufzubauen. Aber es gibt da draußen in der großen weiten Welt eben auch Bands, die es auch ohne Sänger schaffen, absolute Meisterwerke abzuliefern, die von der ersten bis zur letzten Minuten spannend bleiben. Die Norweger SPURV gehören definitiv zu letzteren.

fractalgates thelightthatshinesIrgendwie scheint es in Frankreich ja nicht so viele Metalbands zu geben wie andernorts. Nachgezählt habe ich jetzt nicht, aber man hat immer so den Eindruck. Und wenn, dann spielen diese Bands meistens eher die softere Schiene. Und da kommen nun FRACTAL GATES daher. Als ich die Band zum ersten Mal hörte, hätte ich als Herkunftsland auf Schweden getippt. Gar keine Frage. Aber – tatsächlich – die Band residiert Frankreich. Und spielt Schwedendeath der Göteborger Schule als stammten sie wirklich aus dem hohen Norden.

dawnahead atripofviolenceDAWN AHEAD, die ihren Proberaumsitz im hessischen Jugenheim haben, fielen mir bereits mit ihrer 2014 erschienenen, selbst betitelten Debüt-EP positiv auf. Dort spielte die Band noch eine Mischung aus Thrash Metal und klassischem Heavy Metal. Inzwischen sind 4 Jahre vergangen und mit „A Trip Of Violence“ erschien nun am 14.04. endlich die zweite EP der Gruppe. Hier zeigen sich Jan Bechtloff (Schlagzeug), Marcel Martin (Gitarre), Alfonso „Pocho“ Meija (Bass), Christian Wilsberg (Gesang) und Thomas Wolf (Gitarre) eine ganze Ecke härter als noch auf ihrem Erstling.

perzonalwar neckdevilsliveIst eine Band, wie im Falle von PERZONAL WAR, seit über 20 Jahren im Underground aktiv, so nötigt einem das tiefsten Respekt ab. So hatten die Troisdorfer 2016 ordentlich Grund zum Feiern. Was sie dann auch am 29. Oktober 2016 in Siegburg anlässlich ihres Jubiläumskonzerts auch ausgiebig taten. Ehrensache, dass diese Show auch dementsprechend in Bild und Ton festgehalten wurde. Warum die ganze Sache jedoch erst fast 2 Jahre später, nämlich am 27.04. dieses Jahres unter dem Titel „Neckdevils – Live“ veröffentlicht wurde, lässt sich für mich nur so erklären, dass PERZONAL WAR 2016 wohl mit der Produktion und Veröffentlichung von „Inside The New Time Chaoz“ voll und ganz ausgelastet waren.

nervosa downfallofmankindDie Entwicklung von NERVOSA verfolge ich bereits seit „Time Of Death“ (2012). Während dieser 6 Jahre habe ich auch schon recht harsche Kritik an den Brasilianerinnen geäußert. Nicht jedoch aus Böswilligkeit, sondern weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass in der Band deutlich mehr Potential steckt, als diese auf ihren bisherigen Alben „Victim Of Yourself“ (2014) und „Agony“ (2016) zeigte.

atthegates todrunkfromthenightitselfAls AT THE GATES 2014 mit „At War With Reality“, nachdem sie sich 1996 aufgelöst hatten, ihr Comeback Album veröffentlichten, waren die Erwartungen naturgemäß hoch. Noch dazu, wo zwischen der letzten Scheibe „Slaughter Of The Soul“ (1995) und „At War With Reality“ ganze 19 Jahre lagen. Trotzdem gelang es den Schweden, diese zu erfüllen. Inzwischen sind 4 Jahre vergangen und mit „To Drink From The Nigh Itself“ steht seit dem 18.05. der Nachfolger und das insgesamt erst sechste Album der Göteborger in den Regalen.

angelusapatrida cabaretdelaguillotineObwohl ANGELUS APATRIDA bereits seit 2000 bestehen, verbindet man ihr Heimatland Spanien nicht gerade mit Thrash Metal. Auch die Band selbst, die bisher schon 5 Alben veröffentlichte, wobei das Debüt „Evil Unleashed“ (2006) und das Zweitwerk „Give ‘Em War (2007) nur in ihrer spanischen Heimat vertrieben wurden, ist noch relativ unbekannt. Mit dem bereits am 04.05. erschienenen sechsten Album „Cabaret De La Guillotine“ sollte sich das jetzt endlich ändern.

defleppard box setMit dem “Volume One”-Box-Set setzen DEF LEPPARD den Startschuss für eine Reihe von Sets, die ihr gesamtes Schaffen umfassen werden. Die Box-Sets erscheinen sowohl auf Vinyl als auch CD, zur Bemusterung lag uns das CD-Box Set vor.

lordi sexorcismLORDI haben schon immer polarisiert und zumindest teilweise sicher auch provoziert. Für ihr neuestes Werk „Sexorcism“, welches am 25.05. erschien, wurden die Finnen jedoch bereits vor der Veröffentlichung heftig kritisiert. Hier darf man sich fragen, ob die Veröffentlichung des Covers, das eine an einen Stuhl gefesselte Frau mit weit geöffnetem Dekolleté und heruntergelassenem Slip zeigt, ausgerechnet am 8. März, dem Datum des Weltfrauentages, nun einfach ein Versehen oder ein cleverer Marketingschachzug des Labels war. Aufmerksamkeit war der Band damit jedenfalls sicher. Es dürfte jedoch klar sein, dass man sich damit in feministischen Kreisen alles andere als Freunde gemacht hat.


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